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26 Antworten rund um Brotschneidemaschinen

Was unterscheidet einen Allesschneider von einer Aufschnittmaschine? Welche Schnittdicke braucht Brot, und darf das Rundmesser in die Spülmaschine? Hier stehen die Fragen, die vor und nach dem Kauf am häufigsten aufkommen — sortiert nach Themenbereich.

Brotschneidemaschine ist der Oberbegriff für alle Geräte, die Brot in Scheiben schneiden. Der Allesschneider ist die häufigste Bauform davon: ein Haushaltsgerät mit Rundmesser und Schlitten, das neben Brot auch Wurst, Käse und Schinken schneidet. Jedes Gerät in diesem Vergleich ist eine Brotschneidemaschine, die meisten davon sind Allesschneider.

Eine Aufschnittmaschine ist auf Wurst und Käse ausgelegt, steht oft schräg und kommt überwiegend im Gewerbe zum Einsatz. Eine Brotschneidemaschine ist auf Laibe und Krusten ausgelegt und arbeitet meist mit einem Wellenschliffmesser. Diese Site vergleicht Geräte fürs Brot — reine Wurst- und Käseschneider gehören nicht dazu.

Sie lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig ganze Laibe geschnitten werden — also bei Selbstbackern, Brotabo oder großem Haushalt. Der Gewinn ist die gleichmäßige Scheibendicke: Mit dem Messer wird die Scheibe vorn dünn und hinten dick, mit einer Maschine über den ganzen Laib gleich. Wer zwei Scheiben Toastbrot am Tag isst, braucht keine.

Ja, die Allesschneider in diesem Vergleich sind ausdrücklich dafür vorgesehen. Für Aufschnitt ist ein glattes Rundmesser die bessere Wahl als ein Wellenschliffmesser. Der GRAEF G52 bringt beide Messer mit, beim GRAEF Classic C20 lässt sich das glatte Messer nachkaufen, und beim TOKASS SL4383 liegen zwei wechselbare Rundmesser bei.

Für belegte Brote sind etwa 10 bis 15 mm üblich, für Sauerteig- und Bauernbrot eher 12 bis 18 mm, für Toastbrot dagegen nur 10 bis 12 mm und für Aufschnitt lediglich 1 bis 3 mm. Fast alle Geräte in diesem Vergleich lassen sich stufenlos einstellen; der Bereich reicht je nach Modell von etwa 14 mm bis zu 23 mm beim ritter solida 4. Für die meisten Brotsorten reichen 18 mm, nur Grill- und Fladenbrot braucht ab 20 mm und damit ein Gerät mit entsprechend weitem Einstellbereich.

Ja, das ist die eigentliche Stärke dieser Geräte — vorausgesetzt, das Rundmesser ist scharf und hat einen Wellenschliff. Rezensionen zum ritter E 16 und zum ritter markant 01 beschreiben, dass auch frisches, selbstgebackenes Brot gleichmäßig durchläuft. Ist das Rundmesser dagegen nicht scharf genug, leidet das Ergebnis: Zum EMERIO MS-125000.1 berichtet eine Rezension bei weichem, frisch gebackenem Brot von ungleichmäßigen Scheiben.

Für Brot der Wellenschliff. Er sägt sich durch die Kruste, während ein Glattschliffmesser eher drückt und weiches Brot zusammenschiebt. Zehn der vierzehn verglichenen Geräte kommen deshalb mit einem Wellenschliffmesser. Ein Glattschliffmesser lohnt sich als zweites Messer für hauchdünnen Schinken — der GRAEF G52 liefert beide mit.

Drei Dinge helfen: ein scharfes Wellenschliffmesser, eine Schnittdicke, die nicht zu knapp eingestellt ist, und wenig Druck auf den Schlitten — die Maschine zieht das Brot von selbst durch. Bei sehr frischem Brot ist Auskühlen der größte Hebel — mindestens eine Stunde, bei großen Laiben eher zwei. Warmes Brot lässt sich bei den meisten Geräten nicht sauber schneiden.

Vier Merkmale sind gängig und in den Produktangaben nachlesbar: ein Restehalter für das letzte Stück, ein Fingerschutz oder Daumenschutz am Schlitten, ein Sicherheitsschalter, der ein versehentliches Anlaufen verhindert, und eine Messerabdeckung. Acht der vierzehn Geräte nennen einen Restehalter im Lieferumfang. Ein scharfes Rundmesser bleibt trotzdem ein scharfes Rundmesser — die Merkmale mindern das Risiko, sie beseitigen es nicht.

Der Restehalter ist ein Griff mit Zacken, der das letzte Stück Schnittgut festhält und gegen die Anschlagplatte führt. Ohne ihn kommt die Hand beim letzten Schnitt nah an das Rundmesser. Er ist damit das Bauteil, das den unangenehmsten Moment beim Schneiden entschärft — und der Grund, warum sein Fehlen oder eine fragile Ausführung in unseren Einschätzungen als Nachteil steht.

Die Geräte lösen das unterschiedlich. Der EMERIO MS-125000.1 läuft nur, wenn zwei Schalter gleichzeitig gedrückt werden; der GRAEF Classic C20 hat einen halbverdeckten Verriegelungsknopf unter dem Schlitten. Beim ritter markant 01 bleibt das Gerät nach dem Einschalten dagegen ohne gehaltenen Knopf aktiv, was mehrere Käufer als Nachteil beschreiben. Wer Kinder im Haushalt hat, sollte auf diesen Punkt besonders achten.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, und niemand sollte Ihnen hier eine Zusage machen. Was Sie prüfen können: Hat das Gerät eine Kindersicherung oder einen verdeckten Einschaltschutz? Lässt sich das Rundmesser vollständig abdecken? Der GRAEF G52 nennt eine Kindersicherung am Schlitten, zwei Rezensionen beschreiben sie allerdings kritisch — eine als hakelig in der Bedienung, eine andere als filigran mit der Sorge, sie könne bei längerer Nutzung brechen. Aufbewahrung außer Reichweite bleibt die wirksamste Maßnahme.

Nach jedem Gebrauch Krümel entfernen, am einfachsten mit einem Pinsel; feucht abwischen genügt für Gehäuse und Schlitten. Kritisch ist der Bereich hinter der Anschlagplatte, wo sich Krümel sammeln. Geräte, deren Rundmesser und Schlitten sich abnehmen lassen, sind hier klar im Vorteil — beim GRAEF G52 und beim GRAEF MYtiny MT1006 erledigt das ein Safety-Verschluss, beim TOKASS SL4383 ein Bajonettverschluss.

Nicht ohne Blick in die Bedienungsanleitung. Zum GRAEF G52 beschreibt eine Rezension ausdrücklich, dass das Rundmesser nicht spülmaschinenfest ist und nur vorsichtig von Hand mit einem Tuch gereinigt werden soll. Andere Bauteile wie Schlitten oder Auffangschale sind je nach Hersteller unproblematisch. Im Zweifel von Hand — ein stumpf gewordenes Rundmesser ist teurer als die gesparte Minute.

Im Haushalt selten. Wellenschliffmesser halten ihre Schärfe lange: Eine Langzeit-Rezension zum ritter E 16 beschreibt das Messer nach Jahren intensiver Nutzung noch als scharf; beim ritter manus 3 berichten zwei Rezensionen Ähnliches — eine nach zehn Monaten Nutzung, eine andere nach eigener Angabe nach über hundert geschnittenen Broten. Wird es doch stumpf, ist der Austausch der übliche Weg — Wellenschliff lässt sich anders als ein glattes Messer nicht einfach nachziehen.

Bei den meisten Geräten ja, und ohne Werkzeug. GRAEF nennt dafür einen Safety-Verschluss, beim TOKASS SL4383 beschreibt eine Rezension den Wechsel am Bajonettverschluss in etwa 30 Sekunden, beim EMERIO MS-125000.1 lässt sich das Messer laut einer Rezension ohne Werkzeug entnehmen. Wichtig ist nur, das Gerät vorher vom Strom zu nehmen und die Schnittdicke auf 0 mm zu stellen.

Kurzzeitbetrieb heißt, dass der Motor nur eine begrenzte Zeit am Stück laufen darf und danach abkühlen muss. Eine Rezension zum GRAEF Classic C20 berichtet von einer Herstellerangabe, nach der der Motor nach etwa zehn Minuten Dauerschneiden eine kurze Pause braucht — in den ausgewerteten Bulletpoints und im Datenblatt selbst steht dazu nichts. Für den Haushalt ist das folgenlos — ein Laib ist in einer Minute geschnitten. Für Bäckerei oder Kantine ist es die entscheidende Angabe, und sie fehlt bei den meisten Haushaltsgeräten.

Bei den Geräten mit Herstellerangabe zur Leistung liegt die Spanne in diesem Vergleich zwischen 100 und 200 W. Mehr Watt heißt dabei nicht automatisch besser: Der GRAEF Classic C20 kommt mit 170 W aus; für seinen Kondensatormotor nennt der Hersteller gleichmäßiges Schneiden bis zur letzten Scheibe. Beim EMERIO MS-125000.1 mit angegebenen 100 W schätzt eine Rezension die tatsächliche Leistung auf etwa 80 W und sieht Grenzen bei gefrorenem Brot, kommt mit frischem Brot aber gut zurecht. Ausschlaggebend sind Messerschärfe und Motorart, nicht die Zahl allein.

Meist nicht ganz. Klappbare Geräte sparen erheblich Platz — der ritter markant 01 misst zusammengeklappt nur 10,5 cm in der Breite. Dafür beschreiben zwei Rezensionen den GRAEF MYtiny MT1006 im zusammengeklappten Zustand als nicht auf jeder Seite gleich standfest, und beim markant 01 liegen Schlitten und Restehalter lose auf. Wer das Gerät ohnehin stehen lässt, fährt mit einem festen Gehäuse besser.

Sie lohnt sich, wenn kein Stromanschluss am Aufstellort ist, wenn es leise sein soll oder wenn Sie einen Motor als Ausfallrisiko vermeiden wollen — eine Rezension zum ritter manus 3 nennt genau das als Kaufgrund. Der Preis dafür ist der Aufwand am Griff — und bei den beiden teureren der drei Handkurbelgeräte ein Anschaffungspreis, den Rezensionen für ein Gerät ohne Motor ausdrücklich als hoch empfinden. Günstiger geht es mit der SOWKIPE Brotschneidemaschine, die dafür weder Restehalter noch Schlitten mitbringt.

Herstellerangaben in Dezibel fehlen, es zählt nur die Rückmeldung der Käufer. GRAEF Classic C20 und MYtiny MT1006: Mehrere Rezensionen loben einen sehr leisen Motor. GRAEF G52: Zwei Rezensionen finden ihn laut bzw. lauter als ein Vorgänger, zwei widersprechen und finden ihn unproblematisch. TOKASS SL4383: Zwei Rezensionen finden ihn etwas laut, relativieren das aber mit der kurzen Laufzeit, eine weitere lobt den leisen Betrieb. Geräte mit Handkurbel haben keinen Motor und damit kein Motorgeräusch.

Grob eine Fläche von etwa 30 × 25 cm, dazu Auslauf für den Schlitten. Klappbare Geräte schrumpfen deutlich, sobald sie zusammengelegt sind: Der ritter markant 01 misst zusammengeklappt nur noch 10,5 cm in der Breite, beim GRAEF MYtiny MT1006 gibt eine Rezension den Gewinn mit rund 20 cm frei gewordener Arbeitsfläche an. Der Ritter MultiSchneider AES 62 SR verschwindet ganz in einer Küchenschublade ab 450 mm Korpusbreite.

Das Feld dieses Vergleichs reicht vom einfachen Klappgerät bis zum Vollmetallgerät aus deutscher Fertigung — ein Vielfaches liegt dazwischen. Aussagekräftiger als der Preis ist, was Sie dafür bekommen: Gehäusematerial, Schnittdickenbereich, Restehalter und Garantie. Die Preise stehen bei jedem Gerät in der Vergleichstabelle und lassen sich dort direkt nebeneinanderlegen.

Es lohnt sich, wenn die Arbeitsfläche knapp ist und die Küche eine passende Schublade hat — der Ritter MultiSchneider AES 62 SR verlangt eine Korpusbreite ab 450 mm. Der Einbau gelingt laut mehreren Rezensionen ohne Fachkenntnisse. Zwei Einschränkungen nennen die Rezensionen: Geschnitten wird auf der ausgezogenen Schublade, und die Schnittdicke muss vor jedem Einklappen auf 0 mm zurückgestellt werden.

Keines der verglichenen Geräte trägt eine Herstellerangabe für den gewerblichen Dauerbetrieb. Der TOKASS SL4383 ist das einzige motorisierte Gerät, das der Hersteller ausdrücklich auch für Küche, Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung ausweist; beim handbetriebenen SOWKIPE nennt der Hersteller neben dem Haushalt kleine Bäckereien, Restaurants und Hotels. Angaben zur zulässigen Betriebsdauer, zur Garantie und zur Ersatzteilversorgung fehlen in beiden Fällen. Wer täglich viele Laibe schneidet, sollte deshalb im Fachhandel nach einer Maschine mit ausgewiesenem Dauerbetrieb fragen.

In dieser Reihenfolge: Schutzmechanik, weil sie sich später nicht nachrüsten lässt; Schnittdickenbereich, weil er entscheidet, ob Ihre Brotsorte passt; Gehäusematerial, weil es Standfestigkeit und Lebensdauer bestimmt; und erst danach Ausstattung wie ein zweites Rundmesser oder eine Auffangschale. Wo das Gerät zwischen den Einsätzen steht, entscheidet zusätzlich zwischen fester und klappbarer Bauform.

Ausführlicher in den Ratgebern

Die längeren Antworten stehen in den Ratgebern: Kaufberatung für die Auswahl, Bauformen für die Abgrenzung zur Aufschnittmaschine, Sicherheit und Schutzmechanik für alles rund ums Rundmesser, Brotsorten und Schnittdicke für das Schnittergebnis, Reinigung und Klingenpflege für den Alltag danach, Gewerblicher Einsatz für Bäckerei und Gastronomie.

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